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Wasser für die Druckfermentation – Ein Überblick

Wasser ist eine der Hauptkomponenten bei der Druckfermentation. Doch welches Wasser eignet sich am besten? Die Antwort darauf ist nicht so einfach, denn es gibt unterschiedliche Ansichten und Überzeugungen, die auf Erfahrungen, wissenschaftlichen Hintergründen und auch persönlichen Geschichten beruhen.

Verschiedene Ansätze im Überblick

Viele Menschen machen sich keine großen Gedanken und verwenden einfach Leitungswasser. Es ist bequem, immer verfügbar und für viele die unkomplizierteste Lösung.

Andere wiederum möchten sicherstellen, dass ihr Wasser „frei“ von allen Schadstoffen und ungewollten Informationen ist. Hier kommen Filteranlagen zum Einsatz, die Chlor, Schwermetalle oder Kalk herausfiltern. Ich selbst habe früher einen Filter mit einer Aktivkohleschicht verwendet, um dem Wasser eine gewisse Reinheit zu geben – ohne Ionentauscher oder Entkalkungsfunktion.

Dann gibt es die Gruppe, die destilliertes Wasser verwendet. Dieser Ansatz stammt von einigen Pionieren der Druckfermentation. Die Idee dahinter ist, dass destilliertes Wasser durch den Wechsel des Aggregatzustands (Verdampfen und wieder Kondensieren) von allen Informationen befreit wird. Dieses „leere“ Wasser soll dann neutraler auf den Fermentationsprozess wirken.

Eine weitere, fast schon philosophische Gruppe bevorzugt Wasser mit einem höheren pH-Wert. Diese Ansicht basiert auf Überlegungen von Menschen wie Kirril, die davon ausgehen, dass alkalisches Wasser unserem Körper guttut. Allerdings habe ich bereits in einem früheren Artikel erklärt, dass Milchsäurebakterien sich grundsätzlich in einem eher sauren Milieu wohler fühlen.

Einige holen sich ihr Wasser direkt aus einer natürlichen Quelle, weil sie es als „lebendig“ und kraftvoll empfinden.

Es gibt auch Menschen, die das Wasser zunächst einfrieren und es nach dem Auftauen verwenden. Hier liegt der Gedanke zugrunde, dass das Wasser beim Einfrieren seine gespeicherten Informationen verliert und somit „neutraler“ oder „gereinigter“ wird.

Und schließlich gibt es noch eine interessante Zwischenlösung: den Umkehrosmosefilter. Ich hatte dazu eine spannende Begegnung mit einem Menschen, der sich intensiv mit Filtern beschäftigte. Er erklärte mir, dass sein selbstgebauter Filter das Wasser gründlich reinigt und einen Reinigungsprozess durchläuft, der oft unterschätzt wird. Obwohl mein Ego zunächst an der Destillation festhielt, habe ich dann doch dem Umkehrosmosefilter eine Chance gegeben.

Meine persönliche Erfahrung

Ich habe das Wasser aus dem Umkehrosmosefilter gemessen: 4 bis 6 ppm – also praktisch „leer“. Fast wie destilliertes Wasser. Das brachte mich zu einer Frage: Verliert dieses Wasser auch die Informationen, so wie es oft dem destillierten Wasser zugeschrieben wird? Ich erinnere mich, dass ich irgendwo gelesen habe, dass Wasser Informationen innerhalb seiner Molekülstruktur speichern soll. Wird diese Struktur beim Durchdrücken durch die Membran des Umkehrosmosefilters ebenfalls „gereinigt“?

Für mich war es eine faszinierende Erfahrung: Ich entschied mich damals für destilliertes Wasser, auch wenn mein Kopf zunächst explodierte bei dem Gedanken, dass Wasser uns Mineralien liefert und wir diese bei der Destillation verlieren. Ich traf diese Entscheidung nicht nur für mich, sondern für meine ganze Familie. Nach nur zwei Monaten erlebte ich eine überraschende Veränderung: Mein Nierenstein wurde ausgeschieden. Das leere Wasser hatte eine entschlackende Wirkung auf meinen Körper.

Diese Erfahrung zeigte mir, dass es manchmal nicht nur eine „richtige“ Methode gibt, sondern dass wir auch offen sein sollten für andere Ansätze.

Kostenfaktor nicht unterschätzen

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl der Wasserquelle ist auch der Kostenfaktor. Ein Destilliergerät beispielsweise verbraucht etwa 750 Watt pro Stunde – und produziert dabei nur etwa einen Liter Wasser. Rechnet man das auf ein Jahr hoch, kann das eine Menge Stromkosten verursachen.

Im Vergleich dazu braucht eine Umkehrosmoseanlage keine elektrische Energie, sondern Wasser: ein Teil des Wassers wird gefiltert, der andere Teil fließt als Abwasser in die Kanalisation. Trotzdem bleibt die Osmose-Lösung insgesamt günstiger als die energieintensive Destillation, insbesondere bei dauerhaftem Einsatz.

Und die Frage nach dem Wassergedächtnis?

Die Idee, dass Wasser Informationen speichern kann, ist faszinierend – und zugleich ein Reizthema. Aus Sicht der etablierten Wissenschaft ist das Wassergedächtnis bislang nicht bewiesen. Experimente wie die von Masaru Emoto, bei denen Wasser durch Worte, Musik oder Emotionen beeinflusst worden sein soll, gelten als methodisch fragwürdig und schwer reproduzierbar. Auch Theorien über Clusterbildung und molekulare Speicherstrukturen im Wasser werden bisher nicht offiziell anerkannt.

Und doch… ist da etwas.

Ich persönlich messe diesem Thema eine große Bedeutung bei. Für mich ist Wasser nicht einfach ein Stoff – sondern ein Träger von Schwingung, ein Medium, das mit seiner Umgebung kommuniziert. Ich denke dabei an Wasser, das mit Gebeten oder liebevollen Gedanken aufgeladen wurde. An Wasser, das mit positiven Affirmationen beschriftet war – und plötzlich anders schmeckte.

Manche mögen das als Placebo abtun. Doch selbst wenn es ein Placebo wäre: Ist das nicht schon ein Beweis für die Wirksamkeit innerer Ausrichtung? Ich habe selbst erlebt, wie sich Wasser in seinem Geschmack veränderte, nachdem es nur wenige Minuten in der Nähe eines Bioresonanz-Geräts stand. Das war kein eingebildeter Effekt – es war spürbar, erlebbar, gegenwärtig.

Ich glaube fest daran, dass Wasser Eigenschaften eines feinen, empfangenden Mediums besitzt. Es nimmt auf, es antwortet, es speichert – vielleicht nicht im physikalisch messbaren Sinn, aber auf einer Ebene, die unsere heutigen Geräte noch nicht greifen können.

Deshalb ist mir auch die Atmosphäre beim Fermentieren wichtig. Beim Befüllen eines Behälters läuft bei mir oft ruhige Musik. Ich achte auf meine Stimmung. Ich danke dem Wasser. Ich sehe das nicht als esoterische Spielerei, sondern als natürliche Achtsamkeit gegenüber einem Element, das uns trägt, nährt, durchdringt.

Wasser ist für mich wie ein stiller Begleiter. Je liebevoller ich mit ihm umgehe, desto lebendiger antwortet es. Und wenn es dann in einem fermentierten Getränk aufgeht, spüre ich: Es hat etwas empfangen – und gibt etwas weiter.

Fazit

Wasser für die Druckfermentation ist ein Thema voller Perspektiven – von pragmatisch bis philosophisch, von technischer Filterung bis zu spirituellen Fragen. Es gibt nicht „das eine richtige Wasser“, sondern vielmehr eine Vielzahl von Wegen, die jeweils mit bestimmten Überzeugungen, Erfahrungen und Möglichkeiten verbunden sind.

Die einen setzen auf Einfachheit und nutzen Leitungswasser. Andere vertrauen auf moderne Filtersysteme, destillieren oder beleben ihr Wasser durch Gebete, Musik oder Strukturierung. Manche denken in ppm, andere in Schwingung. Und alle haben auf ihre Weise Recht – denn was zählt, ist nicht nur die chemische Zusammensetzung des Wassers, sondern auch die Haltung, mit der wir ihm begegnen.

Ich selbst bin diesen Weg durch viele Etappen gegangen: von der Skepsis gegenüber Leitungswasser über den Einsatz von Aktivkohlefiltern bis hin zur bewussten Entscheidung für destilliertes Wasser – und schließlich zur Integration eines Umkehrosmosefilters. Begleitet wurde all das von Beobachtung, Selbstversuchen und innerem Wachstum.

Wenn wir Fermente als lebendige Wesen betrachten – als etwas, das mit uns mitschwingt, dann wird auch das Wasser zum bewussten Bestandteil dieses Prozesses. Vielleicht ist es am Ende nicht entscheidend, was wir verwenden, sondern wie wir es tun.

Mit Respekt, mit Achtsamkeit, mit Freude.

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